Theaterstück

Arthur Millers Hexenjagd – UNI mit TIC

Premiere am 28.6 / 20 Uhr / Theatersaal Universität Bremen
Weitere Aufführungen: 29.6, 18 Uhr / 2.7., 20 Uhr / 3.7., 20 Uhr / 5.7., 19 Uhr / 9.7., 19 Uhr / 10.7., 19 Uhr

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Die zweite Produktion von UNI mit TIC

Die Bezeichnungen von Freund und Feind mögen sich im Laufe der Zeit ändern, aber die „Hexenjagd“ bleibt was sie ist. In Zusammenarbeit mit den Studenten der Universität Bremen präsentiert Theater InCognito eine Inszenierung des Klassikers im aufwendigen, multimedialen Gewand.

Nach der Produktion von „Die Physiker“ ist dies bereits das zweite Projekt unter dem Label „UNI mit TIC“.

Hexenjagd in Salem

In Salem, einer kleine Stadt in der Massachusetts-Kolonie, herrscht ständige Furcht vor Sünde und Höllenfeuer. Nachdem eine Gruppe Mädchen im Wald bei einem seltsamen Ritual erwischt wird, erhebt die streng puritanischen Gemeinde die anklagenden Finger.
Kaum einer, der nicht unter Verdacht stünde, mit dem Teufel im Bunde zu sein. Kaum einer, der die
aufgeheizte Stimmung nicht nutzen würde, um alte Rechnungen zu begleichen. Die Stimmen der
Vernunft verstummen nach und nach. Bald kommt es zu ersten Hinrichtungen und die Lage droht völlig außer Kontrolle zu geraten. Salem verfällt einem Wahnsinn aus Missgunst, Paranoia und scheinheiligem Gotteseifer.

Das Drama von Arthur Miller beruht auf wahren Ereignissen

Arthur Millers „Hexenjagd“ („The Crucible“) erschien 1953 und beruht auf Ereignissen, die sich 1692 in der kleinen Stadt Salem zutrugen. Dennoch hat das Stück bis heute nichts von seiner bestürzenden Aktualität und packenden Dramatik verloren. Die Thematik, die„Hexenjagd“ zugrunde liegt, ist räumlich und zeitlich nicht gebunden. Denn wo auch immer und wann auch immer Machtgier und Hysterie unschuldige Opfer fordern, spielt „Hexenjagd“. Ursprünglich verfasst Miller das Drama als Reaktion und Analogie auf die McCarthy-Prozesse in den USA. Die Angst vor der unsichtbaren Macht des Kommunismus griff um sich. Dabei unterschied sie sich nicht von der Angst vor der Hölle und dem Treiben des Teufels nur wenige Jahrhunderte zuvor. Trotz der großen gesellschaftlichen Fortschritte sind wir bis heute schnell dabei, „den Anderen“ die Schuld an all unseren Problemen zuzuschreiben.

Wer ist Arthur Miller?

Arthur Miller gilt als wichtiger gesellschaftskritischer Dramatiker und gewann für „Tod eines Handlungsreisenden“ den Pulitzer-Preis. In seinen sozial- und zeitkritischen Dramen spricht er sich gegen den so genannten American Way of Life aus. Denn dieser stellt nur den berufliche Erfolg in den Mittelpunkt und blendet jede soziale Komponente aus. Während der McCarthy-Prozesse geriet auch Miller selbst vor eines der berüchtigten Tribunale. Weil er sich weigerte, Bekannte und Kollegen zu denunzieren, musste er einige Zeit im Gefängnis verbringen.

DarstellerInnen

  • Nora Gambihler (Betty Parris)
  • Jan Göritz (Marshall Herrick)
  • Walter Heidtmann (Reverend John Hale)
  • Bona Hyun (Danforth)
  • Ruth Kavuza (Mrs. Anne Putnam)
  • Denis Karabanov (Ezekiel Cheever)
  • Dustin Lange (Reverend Samuel Parris)
  • Amelie Maresté (Elizabeth Proctor)
  • Benjamin Merkle (Richter Hathorne)
  • Paula Monterrosa (Mercy Lewis)
  • Amelie Nienstedt (Rebecca Nurse)
  • Monica Ostermayer (Tituba)
  • Lukas Scharfenberger (Mr. Putnam)
  • Jule Urban (Mary Warren)
  • Canan Venzky (Abigail Williams)
  • Moritz Warnecke (Giles Corey)
  • Linus Wirth (John Proctor)

Musik

  • Lotta Lindner

Tanzchoreografie

  • Laure Achouline-Cousin

TänzerInnen

  • Katja F.
  • Nora Gambihler
  • Paula Monterrosa
  • Monica Ostermayer
  • Jule Urban
  • Canan Venzky

Technik

  • Pablo Schröder

Bühnenbild

  • Numan Jadallah

PR

  • Abdoulaye Diene
  • Andreas Scharfenort

Regie

  • Franz Eggstein
  • Roland Klahr

Fotogalerie

Ein Gedanke zu „Arthur Millers Hexenjagd – UNI mit TIC

  1. Arthur Miller (1915–2005), als Sohn eines judischen Einwanderers in New York geboren, wurde nachhaltig gepragt durch die Depressionszeit der r Jahre, in der die Textilfabrik des Vaters pleiteging. Diese Erfahrung und seine judische Erziehung weckten Millers kritisches Bewusstsein. 1947 gelang ihm der Durchbruch am Broadway mit dem Drama

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