Das Stück der deutsch-georgischen Dramaturgin Nino Haratischwili wurde 2008 mit dem Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichnet, dem wichtigsten deutschen Preis für junge Nachwuchsautoren. „Liv Stein“ ist ein tiefsinniges Theaterstück, das zum Denken anregt und den Zuschauer mit vielen offenen Fragen konfrontiert.

Im Zentrum der Handlung steht die erfolgreiche Konzertpianistin Liv Stein, die über den Tod ihres krebskranken Sohnes Henri in eine tiefe Depression verfallen ist. Ihre Karriere hat sie an den Nagel gehängt und ihren Flügel in den Keller verbannt. Wenige Monate zuvor war das noch undenkbar. Bisher drehte sich alles in ihrem Leben um Musik. Für Freunde und Familie blieb nicht viel Zeit, auch nicht für Henri, der den Großteil seiner Jugend im Internat verbrachte. Nun befindet sich Liv in einer Spirale aus Schuldgefühlen, aus der sie niemand befreien kann, weder Managerin Simone noch Exmann Emil.

Das Blatt wendet sich, als die junge Klavierschülerin Lore Levin in Livs Leben tritt. Sie kannte Henri aus dem Internat und bietet ihr an, Geschichten aus seinem Leben zu erzählen, wenn sie im Gegenzug Klavierunterricht erhält. Liv willigt ein und findet schon bald Gefallen an der frechen, lebensfrohen und talentierten Lore. Sie beschließt, ihre Karriere fortzusetzen. Auch Simone, Emil und seine neue Frau Helene erblühen unter Lores Einfluss zu neuem Leben. Doch nach wird ersichtlich, dass Lore etwas zu verbergen scheint.

Darsteller: Laure Achouline-Cousin (Liv Stein) / Florian Bänsch (Henri Stein) / Franziska Kaun, Julia Arroja de Silva (Helene Stein) / Marius Roskamp (Emil Stein) / Marica Tomiak, Pauline Pawlik (Lore Levin) / Chenghu Zhang (Geist des Hauses) / Lu Zhang (Simone Zhang)

Regie: Franz Eggstein / Technische Leitung: Lars Grochla


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