Kategorie: Projekte

  • Faust. Der Tragödie erster Teil.

    Faust. Der Tragödie erster Teil.

    GRETCHEN, HALBWAISIN UND ARBEITERIN AUS KLEINBÜRGERLICHEN VERHÄLTNISSEN.

    Praktisch noch ein Kind ist Gretchen schon zu genüge mit Leid und Entbehrung vertraut. Mitten in ihre eintönige Existenz tritt eines Tages ein geheimnisvoller Fremder auf: Dr. Heinrich Faust. Umworben und beschenkt, lässt sich Gretchen auf eine heimliche Affäre mit dem Gelehrten ein. Zum ersten Mal halten Liebe und Hoffnung in ihrem Leben Einzug. Doch sie kann nicht wissen, dass sie in ein finsteres Spiel zwischen Faust und seinem unheimlichen Diener, Mephisto, hineingezogen wird…

    DAS EPOCHALE DRAMA VON JOHANN WOLFGANG VON GOETHE

    Johann Wolfgang von Goethes Faust ist ein epochales Drama über die tragischen Schwächen und die düstersten Abgründe des Menschen. Goethe war durch ein Puppenspiel seit seiner Kindheit mit der spätmittelalterlichen Legende um Dr. Faustus und seinen Pakt mit dem Teufel vertraut und von ihr fasziniert.

    Die Arbeit an seinem eigenen Faust begann er im Jahr 1770, noch als Jurastudent in Straßburg. Diese erste Fassung, heute als Urfaust bekannt, blieb zunächst ein lückenhaftes Fragment.

    Dustin Lange und Steffen Thiel während der Probe.

    Die Arbeit an seinem eigenen Faust begann er im Jahr 1770, noch als Jurastudent in Straßburg. Diese erste Fassung, heute als Urfaust bekannt, blieb zunächst ein lückenhaftes Fragment. Erst 1808, als Goethe bereits ein europaweit gefeierter Dichter und Schriftsteller war, kam es zur Veröffentlichung des Faust I. Die Fertigstellung des wesentlich umfangreicheren zweiten Teils sollte noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Wenige Monate vor seinem Tod im Jahre 1832 gelangte sein lebenslanges Werk zur Vollendung.

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    @faust.unibremen

    Steffen Thiel als Faust.
    Faust und Mephistopheles (Jasmin Pieper) schließen einen Pakt.
    Steffen Thiel und Jasmin Pieper.
    Dustin Lange und Jasmin Pieper.
    Schussszene auf der Bühne (Dustin Lange mit Paul Hagedorn).
    Valentin (Dustin Lange) liegt sterbend in Gretchens (Ash Seekamp) Arme.
    Mephistopheles und Gretchen auf der Bühne.

    DIE ARBEIT AN „FAUST“

    Die Arbeit an der Inszenierung begann ursprünglich als Teil des regulären jährlichen Theaterprojekts an der Uni Bremen in Kooperation mit Theater inCognito und sollte eigentlich schon im Spätsommer aufgeführt werden, verzögerte sich jedoch aufgrund notwendiger Umbesetzungen und Umstrukturierungen mehrfach. Vor und hinter der Bühne wird das Stück vollständig von Studierenden der Uni Bremen, vor allem aus den geistes- und medienwissenschaftlichen, aber auch aus den naturwissenschaftlichen Bereichen, gestaltet. Intention war es, das Format der klassischen „Faust“-Inszenierungen aufzubrechen, in denen Faust zumeist als tragischer Held stilisiert wird. Ziel dieser Version ist es, die moralisch fragwürdigen und negativen Aspekte des Protagonisten hervorzuheben und den Fokus stärker auf jene zu verschieben, die unter seinen egozentrischen Handlungen zu leiden haben, allen voran Gretchen.


    DARSTELLER:INNEN

    Genia Frei (Mephistopheles; Lieschen; Böser Geist)
    Paul Hagedorn(Faust; Schüler)
    Lucas Jahn (Mephistopheles)
    Anılcan Karabulut (Faust)
    Liv Killing (Siebel)
    Dustin Lange (Gott; Erdgeist; Brandner; Valentin)
    Lilith Mauer(Der Alte; Marthe Schwerdtlein)
    Jasmin Pieper (Mephistopheles)

    Ash Seekamp (Gretchen; Erzengel)
    Steffen Thiel (Faust)
    Carolina Toaspern (Frosch)

    SOUND

    Lucas Jahn 

    LICHT

    Charlotte Schmitz-Salue

    REQUISITEN

    Johannes Mock

    BÜHNENBILD

    Charlotte Schmitz-Salue

    GRAFIKDESIGN; PR

    Charlotte Schmitz-Salue

    REGIE

    Paul Hagedorn

    PROJEKTLEITUNG

    Franz Eggstein


  • Tứ Phủ – Vietnamesische Kultur in Bremen

    Tứ Phủ – Vietnamesische Kultur in Bremen

    TỨ PHỦ – SPIRITUELLE REISE AUF DER BÜHNE

    Mit Tứ Phủ bringt die vietnamesische Kulturschaffende Hà Phương Nguyễn eine der heiligsten religiösen Ausdrucksformen Vietnams in Bremen auf die Bühne. Vietnam ist reich an immateriellem Kulturerbe, darunter das Hầu Đồng-Ritual und die musikalische Kunst des Hát Chầu Văn. Sie prägen das kulturelle Bewusstsein Vietnams. Beide sind Teil von Đạo Mẫu, einem Glaubenssystem, das Muttergottheiten verehrt und eine lebendige Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart schlägt.

    Hà Phương Nguyễn zeigt mit Tứ Phủ vietnamesische Kultur in Bremen.

    Hà Phương Nguyễn entführt euch in eine Welt voller Rituale, Musik und spiritueller Transformation. Eine einzigartige Verbindung aus Theater und Tradition, die ihr erstmals in Deutschland auf einer Bühne bewundern könnt.

    ĐẠO MẪU: DIE VEREHRUNG DER MUTTERGOTTHEITEN

    Đạo Mẫu, verehrt das Weibliche und stellt eine tiefe Verbindung zwischen Menschen und Natur her. Im Zentrum steht das Ritual Hầu Đồng, bei dem ein Medium Geister empfängt und ihre Botschaften übermittelt. Begleitet wird es von Hát Chầu Văn, einer ergreifenden Musikform, die eine heilige Atmosphäre schafft. Diese Tradition wurde 2016 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.

    Galerie

    Hà Phương Nguyễn in grünem Kostüm und mit Fächer auf der Bühne.
    Hà Phương Nguyễn sitzt in traditionellem roten Kostüm auf der Bühne und hält ein rotes Samttuch in den Händen.
    Hà Phương Nguyễn trägt ein traditionelles weißes Kostüm. Sie hält einen Fächer vor ihr Gesicht.
    Tứ Phủ – Vietnamesische Kultur - Hà Phương Nguyễn führt das Ritual durch.
    Hà Phương Nguyễn trägt ein rotes Kostüm und einen dazu passenden roten Fächer.
    Hà Phương Nguyễn in grünem Kostüm. Sie zeigt Tứ Phủ – Vietnamesische Kultur.
    Hà Phương Nguyễn zeigt einen Fächer-Tanz.

    HÀ PHƯƠNG NGUYỂNS KÜNSTLERISCHE VISION

    Für Hà Phương Nguyễn ist Tứ Phủ eine Reise zurück zu ihren eigenen Wurzeln. Als Medium führt sie das Publikum durch eine spirituelle Welt, in der die Grenzen zwischen Göttern und Menschen verschwimmen. Tanz, Theater und Performance verschmelzen miteinander. Jede Bewegung, jede Stimme, jede Verwandlung erzählt eine Geschichte und bringt eine uralte Tradition auf die Bühne. Dabei wird Tứ Phủ zu einer Brücke zwischen Kulturen – zwischen dem Vertrauten und dem Fremden, dem Persönlichen und dem Universellen.

    EINE EINLADUNG ZUR BEGEGNUNG MIT DEM HEILIGEN

    Tứ Phủ ist mehr als nur eine Aufführung – es ist eine immersive Erfahrung. Es verbindet Vergangenheit und Gegenwart, Theater und Ritual, Kunst und Spiritualität. Ob aus Neugier an fremden Kulturen oder aus dem Wunsch, etwas Außergewöhnliches zu erleben – dieses Stück öffnet eine Tür zu einer Welt, in der Mensch und Göttliches in Harmonie existieren.

  • HỘI – Der vietnamesische Kulturabend

    HỘI – Der vietnamesische Kulturabend

    MOIN!

    Schön, dass du da bist und dich für den vietnamesischen Kulturabend interessierst.

    Wir, die junge Generation aus Vietnam, laden dich herzlich zu einer exotischen und freundlichen Veranstaltung ein. Dein Ticket zum vietnamesischen Kulturabend ist der Schlüssel, der die Tür zu einem südostasiatischen Land, nämlich unserem Vietnam, öffnet.

    WAS BEDEUTET „HỘI“?

    Fragst du dich, was „Hội“ bedeutet? Keine Sorge, wir erklären es dir. „Hội“ ist nicht nur der Name der Veranstaltung, sondern auch das Schlüsselwort, das unseren Spirit ausdrückt. Im Vietnamesischen hat „Hội“ viele verschiedene Bedeutungen.

    Im Kern steht es jedoch für gemeinsames Zusammensein und Festlichkeit und bildet einen wichtigen Bestandteil des Begriffs „Integration“ auf Vietnamesisch. Genau diese Stimmung wollen wir mit unserer Show vermitteln.


    Alles beginnt mit einer szenischen Darstellung der mythologischen Geschichte „Kinder des Drachens und der Fee“, die die Entstehung des vietnamesischen Volkes aus der zufälligen Begegnung zwischen dem Vater Lac Long Quân – einem Wasserdrachen – und der Mutter Âu Cơ – eine Fee, göttlichen Wesens – erzählt. Gemeinsam schufen sie ein Leben und brachten 100 Nachkommen zur Welt, bevor sie sich schließlich trennten.

    Tänzerinnen auf der Bühne inszenieren „Kinder des Drachens und der Fee“.

    Anschließend folgt ein Theaterstück einer jungen vietnamesischen Autorin über das Leben vietnamesischer Frauen. Eine alte Nonne reflektiert über vergangene Leben – Leben aus Legenden und Realität, aus Fiktion und Nicht-Fiktion, aus alten und modernen Zeiten –

    in einem Gedankenstrom über das unvergängliche Schicksal, das Leiden, die Liebe und die Erleuchtung vietnamesischer Frauen. Maik Câys Werk „Träume der drei Leben“ ist eine zeitübergreifende Zusammenfassung über vietnamesische Frauen in verschiedenen Kontexten. Es zeichnet die Beziehung vietnamesischer Frauen zu ihrem Land, ihrer Familie und sich selbst nach und bietet gleichzeitig einen tiefen Einblick in die Rolle asiatischer Frauen in der Gesellschaft.

    Achtung! Der dritte Teil des Kulturabends ist ein vietnamesischer Unterricht. Spaß beiseite. Du kommst zum Spielen und zur Freude, daher möchten wir dich motivieren, an einer interaktiven Quiz-Show teilzunehmen, die die Vielfalt der Sprachen und Kulturen beleuchtet und das Publikum zum Mitmachen animiert.

    Abschließend präsentieren wir eine Modenschau, bei der traditionelle vietnamesische Kleidung in verschiedenen Facetten gezeigt wird, die unterschiedliche historische Phasen widerspiegeln.

    WIE LANGE DAUERT DIE VERANSTALTUNG?

    90 Minuten. Du fragst dich vielleicht: „Hmm, was ist, wenn ich Hunger bekomme?“ Keine Sorge, wir haben vorgesorgt. Ein Essensstand wird eingerichtet, damit du unsere köstlichen Spezialitäten aus verschiedenen Regionen des Landes probieren kannst.

    Unterstützt durch die Kulturförderung des Studierendenwerks Bremen